Ein Kommentar von Wolfgang Huber
Liebe Politiker der roten, linken, grünen und schwarzen Parteien!
Lasst uns heute mal über ein Wort sprechen, das ständig im Raum steht – Nazis.
Überall wird es benutzt, fast inflationär. Gegen politische Gegner, gegen unbequeme Meinungen, gegen Menschen, die aus dem Rahmen fallen.
Aber bevor wir weiter mit Etiketten um uns werfen, sollten wir vielleicht einmal innehalten und uns eine einfache Frage stellen:
Woran erkennt man eigentlich autoritäres, um nicht zu sagen, faschistisches Denken?
Schauen wir nicht auf Schlagworte. Schauen wir auf Eure Forderungen. Auf Eure Methoden. Auf Eure Muster.
Wenn ihr ein Parteiverbot fordert – dann lohnt ein Blick in die Geschichte: Auch die Nationalsozialisten wollten unliebsame Parteien ausschalten.
Wenn ihr das gesprochene Wort regulieren oder zensieren wollt,
wenn ihr Meldeportale für angeblich „falsche“ Meinungen fordert,
wenn Verlage verboten oder wirtschaftlich zerstört werden sollen –
auch das sind keine neuen Ideen. Auch das gab es schon in den dunklen Zeiten.
Wenn Rundfunk und Medien „auf Linie“ gebracht werden sollen,
wenn politische Gegner nicht mehr argumentativ bekämpft, sondern moralisch durch eure „cancel culture“ delegitimiert werden,
wenn Vermummte Andersdenkende angreifen und das stillschweigend toleriert oder relativiert wird – ja, und sogar durch NGOs bezahlt werden, dann sollten bei uns allen wirklich die Alarmglocken klingeln.
Wenn Parteitage blockiert werden,
wenn Kontaktschuld eingeführt wird – also: Wer mit dem Falschen spricht, ist schon schuldig,
wenn totale Überwachung als „Schutz“ verkauft wird,
wenn Menschen ihr Wahlrecht verlieren sollen, weil sie falsch denken –
dann reden wir nicht mehr über Demokratie. Dann reden wir über Machtmissbrauch.
Wenn ideologische Symbole – denkt mal man eure Regenbogensymbolik – nahezu verpflichtend werden,
wenn Boykottaufrufe gegen Gruppen oder Meinungen salonfähig sind,
wenn Wahrheiten verboten werden, nur weil sie unbequem sind,
wenn Andersdenkende gesellschaftlich isoliert, markiert oder eingeschüchtert werden –
dann ist das kein Fortschritt. Dann ist das der Rückschritt in finstere Zeiten.
Und wenn schließlich Regierende entscheiden sollen, wer überhaupt noch ins Parlament darf, dann stellt sich eine entscheidende Frage:
Wer handelt hier eigentlich autoritär?
Wer nutzt Methoden, die wir aus den dunkelsten Kapiteln der Geschichte kennen?
Vielleicht sollten wir weniger fragen: „Wer ist hier Nazi?“ sondern eher „Wer denkt, redet und handelt wie einer?“
Und das seid Ihr, liebe Politiker der roten, linken, grünen und schwarzen Parteien!
Denn Demokratie stirbt nicht plötzlich. Sie stirbt Schritt für Schritt – immer im Namen des Guten.
Und ihr seid die Totengräber!
